Frage 1: Fred, warum widmest du ein ganzes Training nur dem Thema herausfordernde Mitarbeitergespräche?
Fred Dinkelacker:
„Weil genau hier die Spreu vom Weizen getrennt wird. Gute Führung zeigt sich nicht in Statusmeetings oder Kick-offs, sondern wenn es unangenehm wird: wenn Leistung nicht stimmt, Konflikte eskalieren oder jemand emotional blockiert. Viele Führungskräfte hoffen, dass sich solche Situationen von selbst lösen. Das ist ein Irrtum – und kostet Produktivität, Motivation und am Ende Talente. Leadership heißt, den Dialog nicht zu scheuen, sondern ihn aktiv zu gestalten.“
Frage 2: Mit welchen Erwartungen kommen die Teilnehmenden zu dir?
Fred Dinkelacker:
„Die meisten kommen mit einer Mischung aus Respekt und Unsicherheit. Sie wissen: schwierige Gespräche können alles verändern – positiv wie negativ. Viele haben schon erlebt, wie toxisch es wird, wenn man Themen nicht anspricht. Andere fürchten, zu direkt oder zu hart zu sein. Im Training schaffen wir einen sicheren Rahmen, in dem alle diese Fragen offen reflektiert werden können – ohne Karriererisiko.“
Frage 3: Welche Situationen werden im Leadership Pit Stop I besonders häufig diskutiert?
Fred Dinkelacker:
„Es sind erstaunlich universelle Themen: Leistungsgespräche mit Low Performern, Feedback an hochsensible High Potentials, Konflikte zwischen Teammitgliedern oder auch die eigenen Fehler einzugestehen. Wir arbeiten praxisnah mit echten Fallbeispielen der Teilnehmenden. Das macht die Diskussion konkret und relevant. Jede und jeder geht mit einem klaren Plan für die nächsten kritischen Gespräche raus.“
Frage 4: Was sind die größten Irrtümer, die Führungskräfte in solchen Gesprächen haben?
Fred Dinkelacker:
„Erstens: zu glauben, man müsse immer eine perfekte Lösung haben. Falsch. Es geht darum, den Dialog zu öffnen, nicht um rhetorische Brillanz. Zweitens: Konflikte zu vermeiden, um die Stimmung nicht zu belasten. In Wahrheit untergräbt das die psychologische Sicherheit im Team. Menschen wollen Klarheit – auch wenn sie unbequem ist. Und drittens: Feedback als Einbahnstraße zu sehen. Gute Gespräche sind immer zweiseitig.“
Frage 5: Was nehmen die Teilnehmenden typischerweise aus dem Training mit?
Fred Dinkelacker:
„Mut. Mut, die Gespräche zu führen, die geführt werden müssen. Viele Teilnehmende berichten, dass sie nach dem Training sofort ein schwieriges Gespräch ansetzen – und überrascht sind, wie gut es läuft. Sie gewinnen Werkzeuge, Sprache und Haltung, um Konflikte konstruktiv zu nutzen. Das wirkt sich direkt auf Motivation, Leistung und Teamkultur aus.“
Fazit: Leadership ist Dialog, nicht Monolog
Fred Dinkelacker:
Das Leadership Pit Stop I-Training zeigt: herausfordernde Mitarbeitergespräche sind kein lästiger Pflichttermin, sondern ein strategisches Führungsinstrument. Wer sie meistert, baut Vertrauen auf, klärt Erwartungen und steigert die Performance des gesamten Teams. Oder um es provokant zu sagen: Wer nicht spricht, führt nicht.